Grußworte


Einladung des Orga-Teams im Heimat- und Geschichtsverein Mandelbach-Habkirchen

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Habkirchen,

sehr geehrte Jubiläumsgäste aus nah und fern.

 

Unser Heimatort Habkirchen feiert sein 1200-jähriges Jubiläum!

 

Vor 1200 Jahren, genau am 07.08.819 wurde von Kaiser Ludwig dem Frommen eine Urkunde ausgestellt, in der der Ort Habkirchen  in der lateinischen Form „apponis ecclesia“, d. h. „Kirche des Appo“, erstmalig erwähnt wurde. Dieses historische Ereignis wollen wir an vier Tagen im August 2019 mit ihnen gemeinsam feiern.

 

Das Festprogramm beginnt schon am Donnerstag, dem 15.08.2018 mit der Eröffnung eines Sonderpostamtes und der Eröffnung einer Ausstellung im Dorfgemeinschaftshaus. Wer sich intensiver über die Ortsgeschichte informieren will, dem sei unsere Ausstellung empfohlen. Eine Übersicht zur Ortsgeschichte bietet auch unsere Homepage.

 

Zum Festkommers am Freitag dürfen wir u.a. den Schirmherrn unserer Jubiläumsfeier, den saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans begrüßen. Am Samstag und Sonntag wird rund um die altehrwürdige Pfarrkirche St. Martin ein historisches Markttreiben stattfinden, mit vielen Gruppen in zeitgeschichtlichen Gewändern. Angeboten werden typische Waren und Speisen aus verschiedenen Epochen.  In mehreren Lagerbereichen wird das historische Leben von Römern, Kelten, Rittern und Landsknechten nachempfunden.

 

Der Sonntag beginnt mit einem feierlichen Pontifikalamt, das u.a. der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann und auch Vertreter des Bistums Metz zelebrieren werden.

 

Für das leibliche Wohl wird während der Festtage in unserm Festzelt mit Biergarten und in vielen Ständen des historischen Markttreibens gesorgt. Besondere Attraktionen bieten wir für Kinder im Außenbereich des Kindergartens und auch verteilt auf dem historischen Markt, z.B. ein handbetriebenes Riesenrad und ein Karussell.

 

Die gesamte Ortsgemeinschaft und auch viele Helfer aus den Nachbarorten werden sich bemühen, ihren Besuch zu einem unvergessenen Erlebnis zu machen.

 

Chères amies, chers amis lorrains,

 

Dans nos 1200 ans d'histoire nous étions la plupart du temps étroitement liés à bien des égards avec vous, nos voisins français. C'est pourquoi nous vous invitons cordialement à célébrer cette histoire commune en août 2019 avec nous.

 

A bientôt à Habkirchen.

 

 

Für das gesamte ORGA-Team,

 

Martin Müller

Vorsitzender Heimat- und Geschichtsverein Mandelbach-Habkirchen

 

 

P.S.: Schon an dieser Stelle vorab unser herzlichstes Dankeschön an alle Sponsoren, Inserenten und Helfer, ohne die dieses Fest nie zustande gekommen wäre.

 


Grußwort des Ortsvorstehers zur 1200 Jahrfeier

 

Eine Reise durch die Jahrhunderte.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger aus Habkirchen, liebe Festgäste,

 

Habkirchen wird 1200 Jahre – das ist in der Tat ein Grund,
richtig zu feiern!

 

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass es über das Jahr 819 nicht viel zu berichten gibt, sieht man einmal von der ersten schriftlichen Erwähnung von „Habkirchen“ ab.

 

Ob je ein Habkircher davon erfahren hat, das der aus Irland stammenden Gelehrte Matin von Laon 819 geboren wurde oder im selben Jahr die Ratgar-Basilika im Kloster Fulda fertiggestellt wurde oder Kaisers Ludwig dem Frommen die Grafentochter Judith, des Grafen Welf dem I. 819 zu seiner zweite Frau nahm. Ich glaube nein.

 

Geschriebene Geschichte ist meist die Geschichte von Kaisern, Königen und anderen Herrschern. Krönungen und Schlachten sind in den Aufzeichnungen und Geschichtsbüchern ausführlich geschildert, der Alltag des „kleinen Mannes“ und der „kleinen Frau“, die Sorgen und Nöte, aber auch die Freuden sind darin nicht verzeichnet.

 

Über ganz existenzielle Dinge wie das Wetter und damit verbunden gute Ernten oder Missernten, Krankheiten und andere Heimsuchungen findet man in den Annalen nichts. Ebenso wenig von Festen und Hochzeiten und Zerstreuungen, die es sicher schon vor so langer Zeit gegeben hat.

 

Selbstverständlich lässt sich die Geschichte heute nicht mehr vollständig rekonstruieren, dennoch bietet sich das Jubiläum dazu an, so weit wie möglich zu den Wurzeln der Vorfahren vorzudringen.

 

Die Arbeit des Heimat und Geschichtsverein zeigt ein buntes Bild von Gegenwart und Vergangenheit. Zusammenhänge werden klar und spannende Details kommen ans Licht. Das Ergebnis dieser Arbeit ist ein Schatz für zukünftige Generationen. Für die Aufarbeitung der Habkircher Geschichte gebührt allen ehrenamtlichen Helfern Dank.

 

Jede Gemeinschaft lebt von Menschen die mehr als ihre Pflicht tun. Gerade wieder mit der 1200-Jahrfeier vielfältig unter Beweis gestellt. Das Jubiläum ist Anlass für mich, Allen in Habkirchen zu danken, die sich für das Gemeinwohl einsetzen und beitragen, dass die Dorfgemeinschaft in Takt ist, speziell den örtlichen Vereinen, Verbänden bis zur Feuerwehr. Demokratie lebt vom Ehrenamt.

 

Herzlichst

Euer Ortsvorsteher

Wieland Eckardt

 


Grußwort des Bürgermeister zur 1200 Jahrfeier

 

Der Mandelbachtaler Gemeindebezirk Habkirchen liegt idyllisch
im südlichen Mandelbachtal am Mandelbach und der Blies in unmittelbarer Nachbarschaft zum französischen Frauenberg.
Es ist der kleinste Gemeindebezirk, aber der mit der längsten nachgewiesenen Tradition.

 

Am 07.08.2019 feiert Habkirchen sein 1200-jähriges Bestehen, ein wahrlich historisches Ereignis. Genau 1200 Jahre zuvor wurde der Ortsname „apponis ecclesia“ (Kirche des Appo) in einer von Kaiser Lothar I. ausgestellten Urkunde erstmals schriftlich erwähnt.

 

Die wechselvolle Geschichte dieses Fleckchen begann spätestens
500 vor Christus durch Keltische Besiedlung und wird bis zur Gegenwart im Rahmen der Feierlichkeiten von Donnerstag, 15. August bis Sonntag, 18. August 2019, im historischen Dorfkern entlang der Prälat-Roth-Str. von der Kapelle bis zur Pfarrkirche intensiv gefeiert.
Die frühe Besiedlung zeigt, dass sich dort an der Blies und dem Mandelbach schon immer vielfältige Lebensmöglichkeiten boten.

 

Habkirchen ist mir schon mein ganzes Leben lang bekannt. So führten insbesondere meine Fahrradausfahrten aus meinem Heimatort Erfweiler-Ehlingen die letzten 40 Jahre regelmäßig durch den beschaulichen Ort, sei es über den Feldwirtschafsweg aus Richtung Bliesbrück auf deutscher Seite an der Kirche oder auf französischer Seite am anderen Ufer der Blies vorbei über die Freundschaftsbrücke
in den Ort hinein.

 

Die grenzüberschreitenden Ostermärkte und Brückenfeste sind aus dem Veranstaltungskalender der Gemeinde nicht wegzudenken. Weiterhin findet seit Beginn meiner Amtszeit im Herbst das Oktoberfest im Dorfgemeinschaftshaus statt, welches überregional besucht wird.

 

Als Kleinode sind das Zollmuseum in der Blieskasteler Straße
sowie die Annakapelle zu nennen.

 

Die Vorbereitungen des Orga-Teams im Heimat- und Geschichtsverein Mandelbach-Habkirchen sind schon lange angelaufen. Es ist schön, dass wir in unserer Gemeinde so ein historisches Jubiläum feiern dürfen und ich bedanke mich schon jetzt bei den vielen Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen dieser Feierlichkeiten beitragen.

 

Ich freue mich sehr auf den Besuch der 1200-Jahr Feier, vor allem,
dass ich ein solch stolzes Jubiläum in meiner Amtszeit miterleben darf.

 

Dem Fest wünsche ich einen guten Verlauf, viele Besucher und
gutes Wetter und lade Sie alle hierzu herzlich ein.

 

Gerd Tussing

Bürgermeister

 


Grußwort des Landtagspräsidenten zur 1200 Jahrfeier

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger aus Habkirchen,

liebe Festgäste, sehr geehrte Damen und Herren,

 

1200 Jahre Habkirchen – das ist ein ganz besonderes Jubiläum,
das nur wenige Orte im Saarland begehen dürfen. Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 819.
Die Habkirchener können jedoch auf eine noch längere Geschichte zurückblicken. Die Anfänge des Dorfes gehen auf eine Kirchengründung um 635 nach Christus zurück, schon um 500
vor Christus besiedelten Kelten die Gegend.

 

Über die Jahrhunderte hinweg blickt Habkirchen auf eine bewegte Vergangenheit. Inmitten des Bliestals gelegen, steht Habkirchen auch sinnbildlich für die deutsch-französische Aussöhnung in unserer Region. Das Saarland war lange Zeit ein Spielball deutscher und französischer Machtpolitik. Auch Habkirchen litt darunter, im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg waren Opfer zu beklagen, der Ort stand mehrfach unter Beschuss. Die Annakapelle wurde 1939/40 fast vollständig zerstört.

 

Heute erstrahlt die Pilgerkapelle in neuem Glanz. Heute ist auch die Brücke zwischen Habkirchen diesseits und Frauenberg jenseits der Blies als Brücke der Freundschaft bekannt: Sie ist der schnelle Weg zu Nachbarn und Freunden, zum Deutsch-Französischen Ostermarkt oder zum Fêtes St. Jacques. Einzig das überregional bekannte Zollmuseum erinnert an die Zeit, als solche Begegnungen nur unter Mühen möglich waren. Damit sind die Habkirchener auch ein Exempel der lebendigen deutsch-französischen Freundschaft.

 

Auf diese großen und kleinen Wegstrecken der 1200-jährigen Geschichte Habkirchens blicken die Festlichkeiten vom 15.-18. August
in so vielfältiger Art und Weise zurück. Dass es ein Sonderpostamt geben wird, unterstreicht die Bedeutung dieses Jubiläums.

 

Mein besonderer Dank gilt dem Heimat- und Geschichtsverein um Gilbert Schetting, Ortsvorsteher Wieland Eckardt und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die einen großen Teil ihrer Freizeit einsetzen, um diese besonderen Jubiläumsfeierlichkeiten zu ermöglichen.

 

Ich wünsche den Organisatoren sowie allen Gästen
gelungene Festtage.

 

Stephan Toscani

Präsident des Landtages des Saarlandes

 


Ministerpräsident

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Bischof

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